Blog_170510_Virtual Reality_interpack

Erstaunlich viele Aussteller boten die Möglichkeit auf Ihren Messeständen Virtual Reality zu testen. 4 davon haben wir getestet:

Am Stand der VDMA, der sich Industrie 4.0 zum Thema gemacht hatte, präsentierte R3D__ eine Simulation, in der man die Powerbank vom Förderband aus ihrem Transportbehälter in die Gravureinheit legen, wieder herausnehmen und zurück in die Transportbox legen konnte. Um gesetzt wurde das mit dem System oculus. Das Greifen nach dem Gegenstand war mittels der eigenen Hände möglich. Das System soll vor allem dafür eingesetzt werden, Ergonomie (Arbeitshöhe, Beidhändigkeit, Distanzen, …) zu testen, d.h. Maschinenentwickler und Maschinenarbeiter entwerfen gemeinsam den perfekten Arbeitsplatz. Beim zweiten Durchgang klappte das Zugreifen und das gezielte Ablegen schon wesentlich besser.

Der Hersteller von Conveyors und Transportbändern LOGIX___________ erwartete seine Besucher mit einem System von htc. Diese Brille dichtet wirklich ab und man hat keine Chance, wie bei zuvor getestetem oculus System, irgendwo unter dem Rahmen hindurch noch Blicke auf Füße, Boden oder andere Orientierungshilfen zu erheischen. Völlig abgesondert taucht man in die virtuelle Darstellung einer Förderstrecke ein und steht plötzlich mitten drin. Sehr sympathisch allerdings: bei dieser Variante stand der Host oder die Hostess als netter Avatar sichtbar in der virtuellen Welt zur Seite, um einem alles zu zeigen. Aktiv selber Dinge bewegen konnte man in dieser Simulation nichts. Der Avatar nahm einen an die Hand und führte durch die simulierte Produktionsstätte, zoomte ein und zoomte aus der Virtualreisende musste stets den Drang unterdrücken, selbst zum Ende der Maschine zu laufen, um die Palettenschlichtung zu begutachten. Sehr detailreich wurde hier die technischen Specials gezeigt wie zum Beispiel das Conveyorband, das mittels optischer Erkennung die ankommenden Pakete identifizierte und drei verschiedenen Sortierbändern zuordnete. LOGIX_______ sieht den Nutzen von virtual reality für sich hauptsächlich darin, möglichst platzsparende Lösungen für komplexe Transportsysteme simulieren und darstellen zu können, individualisiert auf die Gegebenheiten des Standortes der Kunden.

GebroCermex hingegen nutzt VR sehr vielseitig. Generell beschäftigt sich das Unternehmen mit Industrie 4.0 und die Vernetzung aller Arbeitsschritte. So prägte das Unternehmen Begriffe wie virtual agility, ___________, … Wer auf diesem Messestand die virtuelle Brille aufsetzte, bekam zusätzlich noch 2 Handgeräte mit auf den Weg, die bereits im Startmenü dazu dienten, zwischen einem virtuellen Produktionsrundgang oder zwei verschiedenen Maschinenanwendungen mittels „Pull-the-trigger“ (=das Drücken des Abzuges des Handgerätes) zu wählen. Während des Rundganges konnte man auf alle Orte der simulierten Anlage deuten und klicken, um seinen Standort und seine Perspektive zu ändern. Ebenso sehr hochauflösend und detailreich. Als zweiten Task sollte ein Messer in einer Shrinksleeve Anlage getauscht werden: Die Simulation gab die Anweisungen zu den dafür nötigen Handgriffen und die Trigger dienten nun der Greifbewegung.

Am Stand von Greiner Packaging wurde VR dazu genutzt, die Messebesucher, auf einen Rundgang durch die tatsächliche Produktion am Standort ___________ in Österreich einzuladen. Vom Messegelände in Düsseldorf aus legte man die Strecke nach Österreich in einem etwas schwindelerregenden Flug zurück und landete schließlich mitten im Gebäude von Greiner Packaging. Hierbei handelte es sich nicht um die üblichen Simulationsbilder, sondern um Echtaufnahmen aus der Produktion mit Mitarbeitern und allem, was dort tatsächlich zum Arbeitsalltag zählt. Allerdings ließ die Auflösung hier (wie beim Flug) zu wünschen übrig. Auch hier gab es zwei Handgeräte, von denen eines allerdings völlig ausreichend gewesen wäre: In der Simulation waren einzelne Punkte angezeigt, auf die man zielen und klicken konnte, um an den dortigen Standort und die dortige Perspektive zu gelangen. Wenn auch das virtuelle Erlebnis aufgrund der großen gestreamten Datenmenge etwas zu leiden hatte bei Greiner, so vermittelte es zumindest den hygienischsten Eindruck, in dem es die Schaumstoffeinsätze der Brille mit Wechseltüchern nach jedem neuen Tester bestückte. Die anderen zogen ein Abwischen mit Desinfektionsmittel vor.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*